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Spanischer Pfeffer: Chili, Cayenne & Co

03.11.2013

Spanische Chili
Spanische Chili

Christoph Kolumbus ist es zu verdanken, dass gegen Ende des 15. Jahrhunderts scharfe rote Paprikapflanzen aus Amerika in Spanien heimisch wurden. Obwohl sich der Oberbegriff „Spanischer Pfeffer“ für die feurigen Schoten durchgesetzt hat, spielt Chili in der spanischen Küche nur eine vergleichsweise kleine Rolle. Paprika galt dort lange Zeit eher als Zierpflanze – ganz anders als in Mexiko, wo kaum ein Gericht ohne Chili auskommt.

Ganz schön scharf und außerdem gesundheitsfördernd

Für den Schärfegrad einer Paprika ist der Gehalt an Capsaicin entscheidend. Capsaicinoide sind natürliche Pflanzenstoffe, die das Geschmacksempfinden der Schärfe auslösen. Dieser Reiz kann so stark sein, dass er als heiß und schmerzhaft wahrgenommen wird. Weil Capsaicin die Einlagerung von Fett in den Zellen einschränkt und anregend wirkt, gehört Chili zu den Fettverbrennungslebensmitteln

Forscher haben zudem nachweisen können, dass Capsaicin auf die Blutgefäße einwirkt, sie entspannt und so dazu beiträgt, den Blutdruck zu senken. Doch damit noch nicht genug: Chili kann starke Glücksgefühle auslösen. Nach dem Genuss von Capsaicinoiden schüttet der Körper Endorphine aus, opiatähnliche Stoffe, die nicht nur die Laune verbessern, sondern auch wie ein Schmerzmittel wirken.

Die Zauberbeeren: Schote, Frucht, Gemüse und Gewürz

Eigentlich zählen Paprika- und Chilischoten mit Fruchtgehäuse, Fruchtfleisch und Fruchtwänden aus fester Haut zu den Trockenbeeren. Sie haben tatsächlich Eigenschaften von Beerenfrüchten und sind zugleich auch Gemüse und Gewürz. Es gibt eine Vielzahl von Züchtungen und Wildformen, die sich in Größe, Form, Farbe und Geschmacksrichtung stark unterscheiden. Die bekanntesten Sorten gehören zur Art Capsicum annuum, dem „Spanischen Pfeffer“, zu der auch der Cayenne-Chili gerechnet wird.

Chili-Spezialität aus Spanien

Obwohl Spanier Chili nicht als tonangebendes Gewürz verwenden, gibt es ein sehr spezielles Chilipulver, das ausschließlich in der spanischen Provinz Extremadura hergestellt wird. Es heißt Pimentón de la Vera und zeichnet sich durch sein Eichenholz-Räucheraroma aus. Erhältlich ist der Chili in drei Schärfegraden, von süßlich-mild über pikant bis feurig-scharf. Als „Rotes Gold“ verleiht dies edle Chilipulver auch mancher guten spanischen Chorizo ihre besondere Note.

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