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Safran – der König unter den Gewürzen

Safran-Anbau (© ninelutsk - Fotolia.com)
Safran-Anbau (© ninelutsk - Fotolia.com)

Safran gilt als das kostbarste und daher auch teuerste Gewürz der Welt. Er gehört zu den Krokussen und blüht in toller violetter Farbe. Sein Anbaugebiet liegt vor allem im Mittelmeerraum sowie in Nahost, vor allem im Iran. In zart lilaner Pracht wird er schließlich in aufwändiger Handarbeit geerntet. Das Gewürz jedoch, kann nur aus den feinen Stempelfäden der Blüten gewonnen werden. Bei 200.000 Safranblüten für ein Kilogramm des Gewürzes, ist der hohe Preis da nicht mehr allzu überraschend. Zumal er lediglich während der einmaligen Blütezeit im Herbst geerntet werden kann. Die durchschnittlichen Preise für Safran liegen derzeit bei rund sieben bis 25 Euro pro Gramm.

 

Sagenumwobener Safran mit spannender Geschichte

Griechen, Römer und zahlreiche Ärzte sollen schon früh dem Safran verfallen sein. Durch seinen außergewöhnlichen Geschmack in Kombination zu seinen herausragenden und vielfältigen Heilkräften, wurde er schnell zum Mittelpunkt vieler Sagen und Legenden. So habe bereits der griechische Gott Zeus auf einem Bett aus Safran geschlafen, wohlhabende Römer streuten die edlen Fäden der Safranblüten auf das Hochzeitsbett und in vielen Kulturen werden bis heute die Hochzeitsschleier durch Safran gelb eingefärbt. Mediziner fanden schnell um die berauschende, zugleich aber auch heilsame Wirkung des Wundergewürzes heraus und nutzten es zur Behandlung unzähliger Krankheiten, von Wassersucht über Depressionen bis hin zu Hypochondrie.

 

Kleine Pflanze, große Heilkräfte

Heutzutage wird der Safran immer noch als Heilpflanze eingesetzt, ist aber bereits viel besser erforscht und in zahlreichen verschiedenen Verarbeitungen erhältlich. Magenschmerzen, Nierensteine, Entzündungen, Schmerzen: Mit seinen umfassenden Eigenschaften ist er als Zusatz zur medizinischen Behandlung für beinahe jede Krankheit einsetzbar und lindert verschiedenste Beschwerden. Laut aktuellster Studien sollen hierfür vor allem die Carotinoide verantwortlich sein, welche auch die gelbe Farbe des Safrans erwirken. Sie sollen zudem bei der Prävention von Hautkrebs helfen und wohltuend auf die Augen wirken. Nach einem langen und anstrengenden Arbeitstag am PC gibt es daher nichts besseres als eine leckere Paella mit feinem Safran.

 

Kostbare Vielfalt – wofür wird Safran verwendet?

Auch als Gewürz steht der Safran in einer langen Tradition. Als Grundbestandteil der spanischen Paella, des Risotto alla Milanese und der Bouillabaisse ist er in vielen europäischen Ländern berühmt. Aufgrund seines hohen Preises jedoch, wird er häufig durch Alternativgewürze ersetzt oder ist im Handel vermehrt als Fälschung zu finden. Viele Kunden sind dem goldenen Gewürz gegenüber daher kritisch eingestellt.

 

Safran ist leider immer seltener in der Paella

Safran (© fabiomax - Fotolia.com)
Safran (© fabiomax - Fotolia.com)

Dies mag neben dem hohen Preis für Safran einer der Hauptgründe sein, weshalb er leider heutzutage in der klassischen Paella immer seltener zu finden ist. Stattdessen wird er vermehrt durch gelbe Farbstoffe, wie Tartrazin, ersetzt oder als Billigprodukt mit anderen Pflanzenbestandteilen gestreckt. Dass dieser Azo-Farbstoff allerdings einen Vitaminmangel verstärken, Allergien auslösen oder gar Kinder hyperaktiv machen kann, scheint viele Spanier nur wenig zu schocken: Eine Paella hat schließlich gelb zu sein, darauf wird nicht verzichtet. Wenn Sie daher sowohl den wahren Geschmack dieses edlen Goldes genießen als auch von seinen Heilkräften profitieren möchten, sollten Sie einen Weg kennen, um echten von gefälschtem Safran zu unterscheiden:

  • Erwärmen Sie etwas Wasser oder Milch.
  • Geben Sie eine kleine Menge Safran hinein.
  • Eine sofortige tiefgelbe oder bräunliche Färbung lässt auf eine Fälschung schließen.
  • Färben sich Milch oder Wasser hingegen nach frühestens zehn bis 15 Minuten erst langsam gelb, handelt es sich vermutlich um echten Safran.
  • Safranfäden behalten außerdem ihre rote Farbe in der Flüssigkeit, während Fälschungen schon nach kurzer Zeit blass und farblos werden.

Echte Profis wissen zudem: Der Safran verführt zwar mit einem süßen Duft, schmeckt aber leicht bitter, was die wohltuende Wirkung auf den Magen erklärt. Schmeckt Ihr Safran aus dem Supermarkt oder in der Paella hingegen süßlich, sind Sie wohl auf den Schwindel mit dem goldenen Gewürz hereingefallen. Bedenken Sie: Echter Safran mag zwar teuer sein, doch es ist eine Investition in Geschmack und Gesundheit, welche sich lohnt.

 
 

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